Wie steht es um Ihre persönliche Energieeffizienz?

Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten drei Jahrzehnten ein hohes Bewusstsein für die Energie-Effizienz erarbeitet. Das entsprechende Energielabel ist uns allen geläufig.

2000-Watt-Gesellschaft ist das Stichwort. Prozesse wurden optimiert, Geräte auf Herz und Nieren (resp. auf rationelle Verwendung oder Speicherung von Energie) geprüft. Das Ergebnis ist auf dem Label ersichtlich, jedenfalls bei den Produkten, die den Test überstanden und noch auf dem Markt sind. Die anderen sind verschwunden (erinnern Sie sich noch an die ursprünglichen Glühbirnen?).

Der Mensch selbst hat sich dieser Prüfung entzogen. Liegt vielleicht daran, dass er weder ein Stromkabel noch ein Akkufach hat. Er ist zwar nicht grundsätzlich gegen Labels, aber die behält er lieber für sich (oder würden Sie mit einem Label auf der Stirn oder am Revers rumlaufen wollen, der Ihren Body-Mass-Index oder Ihr Jahresgehalt angibt?).

Dass der Mensch ebenfalls ein Energiebündel ist, wissen wir spätestens seit wir die Energieströme im Hirn (Elektroenzephalographie, EEG) oder im Herz (Elektrokardiogramm, EKG) messen und die elektrische Feldstärke durch die Kirlianfotografie festhalten können.

Dabei ist das Zusammenspiel von Körper und Geist fliessend. Sie kennen doch Aussagen wie „Ich bin voller Energie!“ oder „meine Batterien sind leer“, oder? Sie kennen die Momente, in denen Sie „im Flow“ sind, und andere, in denen „gar nichts geht“.

Der entscheidende Punkt Ihrer Energieeffizienz ist Ihre Einstellung sich selbst gegenüber.

Tatsache ist, dass der Mensch zu viel Energie verpufft, in dem er sich selbst zurückhält und sich selbst im Weg steht. Er macht das durch Selbstkritik, -verurteilung und -zweifel.

Wie sieht den Ihr innerer Dialog aus? Hört sich das so an, als ob Sie der Coach oder Fan Ihres Lieblings-Sportlers sind? Ermutigung? Anerkennung? Anfeuern?
Oder sind es eher Dialoge, die wir beispielsweise aus Filmen vom Gerichtssaal kennen? Scharfe Verhöre? Unerbittliche Urteile? Harte Strafen? Und dann wundert man sich, weshalb man sich müde und ausgelaugt fühlt. Abgekämpft. Ausgebrannt. Und denken Sie ja nicht, dieser Energieraubbau würde spurlos an Ihrem Organismus vorbeigehen.

Lernen von Lara Gut-Behrami

Lara Gut-Behrami, Schweizer Spitzen-Rennskifahrerin, hat zu Jahresbeginn 2021 zu alter Stärke zurückgefunden und legt mit vier Super-G-Siegen in Folge plus gestrigem Weltmeistertitel eine beeindruckende Serie hin.

Ihre Siegerin-Interviews sind aufschlussreich. Einige Aussagen sind:

„Ich bin nicht mehr im Widerspruch mit mir selbst, sondern kann es fliessen lassen.“

„Ich bin in meinem Leben zur Ruhe gekommen. Obwohl ich als Athletin selbstverständlich gewinnen wollte, war ich mit der Einstellung am Start, dass es nicht darauf ankommt, ob ich tatsächlich gewinnen werde. Ich muss mir und niemand anderem mehr etwas beweisen.“

„Es ist eine feine Linie zwischen dem Pushen, um sich weiterzuentwickeln und dem Druck‚ besser sein müssen, weil das bisherige nicht gut genug ist.“

„Ich habe mich in der Vergangenheit oft selbst fertig gemacht, mit mir gehadert und gedacht, dass es nicht sein kann, dass ich die gewünschten Resultate nicht bringe. Ich forderte von mir, dass ich es können muss. Ich habe mich selbst unter Druck gesetzt.“

Selbstanerkennung Ihrer eigenen Person und dessen, was Sie sich im Leben erarbeitet hat, haben zu Ihrer inneren Zufriedenheit geführt. Energie kann ungehindert fliessen.

Offensichtlich hat Sie ein Reifeprozess durchschritten, der jedem von uns gut ansteht. Es lohnt sich, Energieeffizienz nicht nur bei seinen elektrischen Geräten anzustreben, sondern auch bei sich persönlich.

Denken Sie nach.
Kommen Sie zur Ruhe.
Lernen Sie, wie Sie Ihren Energie-Haushalt optimieren können.